Überhangmandat
Anomalie in Wahlsystemen
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Wichtige Erkenntnisse
- Überhangmandate können in Wahlsystemen auftreten, die auf einer durch Direktwahl in Wahlkreisen personalisierten Verhältniswahl beruhen.
- Die zusätzlichen Mandate heißen Überhangmandate.
- Im bis 2023 geltenden Bundestagswahlrecht in Deutschland bedeutete dies: Überhangmandate wurden zugeteilt, wenn eine Partei mehr Direktmandate durch Erststimmen in einem Land errang, als ihr gemäß dem Zweitstimmenergebnis in diesem Land zugestanden hätten.
- Die im Jahr 2023 verabschiedete Wahlrechtsreform schaffte die Zuteilung von Überhang- und Ausgleichsmandaten ab.
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Source summary
WikipediaÜberhangmandate können in Wahlsystemen auftreten, die auf einer durch Direktwahl in Wahlkreisen personalisierten Verhältniswahl beruhen. In einem solchen Wahlsystem kann eine Partei über die Direktwahl mehr Mandate erringen, als ihr gemäß dem Ergebnis der Verhältniswahl zustehen würden. Die zusätzlichen Mandate heißen Überhangmandate. Es hängt vom Wahlrecht ab, wie die Überhangmandate zugeteilt werden, also ob die Partei für die Überhangmandate Sitze im Parlament erhält.
Im bis 2023 geltenden Bundestagswahlrecht in Deutschland bedeutete dies: Überhangmandate wurden zugeteilt, wenn eine Partei mehr Direktmandate durch Erststimmen in einem Land errang, als ihr gemäß dem Zweitstimmenergebnis in diesem Land zugestanden hätten. Da die alleinige Praxis der Überhangmandate 2008 und 2012 für verfassungswidrig erklärt wurde, wurden diese seit 2013 durch Ausgleichsmandate korrigiert. Die im Jahr 2023 verabschiedete Wahlrechtsreform schaffte die Zuteilung von Überhang- und Ausgleichsmandaten ab.
Wie früher im deutschen Bundestagswahlrecht gibt es auch im neuseeländischen Wahlsystem Überhangmandate zusätzlich, im schottischen solche auf Kosten der anderen Parteien.
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