Bücherskorpion
Art der Gattung Chelifer
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Wichtige Erkenntnisse
- Der Bücherskorpion ( Chelifer cancroides ) ist der in Mitteleuropa wohl bekannteste Vertreter der Pseudoskorpione.
- Für den Menschen ist der Bücherskorpion harmlos – menschliche Haut kann er mit seinen Scheren nicht durchdringen.
- Die Körperlänge beträgt zwischen 2,5 und 4,5 mm; die Färbung ist ein helles bis dunkleres Braun.
- Während die Cheliceren (Mundwerkzeuge) nur als sehr kleine ungestielte Scheren entwickelt sind, stellen die Pedipalpen sehr lange Scherenarme dar.
- Neben den überlang wirkenden Scherenarmen verfügen Bücherskorpione über vier Laufbeinpaare, mit denen sie gleich gut vorwärts und rückwärts laufen können.
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Source summary
WikipediaDer Bücherskorpion (Chelifer cancroides) ist der in Mitteleuropa wohl bekannteste Vertreter der Pseudoskorpione. Das nur wenige Millimeter große Tier kommt unter anderem auch in der Wohnumgebung des Menschen vor, wo es sich als Jäger von Staub- und Bücherläusen sowie Hausstaubmilben nützlich macht. Für den Menschen ist der Bücherskorpion harmlos – menschliche Haut kann er mit seinen Scheren nicht durchdringen.
Der Vorderkörper geht, wie bei allen Pseudoskorpionen, ohne eine Verschmälerung gleichmäßig in den Hinterkörper über. Die Körperlänge beträgt zwischen 2,5 und 4,5 mm; die Färbung ist ein helles bis dunkleres Braun. Die quergestreift aussehenden Rückenplatten des Hinterkörpers sind durch eine feine Längslinie in der Mitte geteilt. Während die Cheliceren (Mundwerkzeuge) nur als sehr kleine ungestielte Scheren entwickelt sind, stellen die Pedipalpen sehr lange Scherenarme dar. Dabei sind insbesondere die als Femur und Patella bezeichneten Gliedmaßenabschnitte deutlich länger als bei verwandten Arten. Neben den überlang wirkenden Scherenarmen verfügen Bücherskorpione über vier Laufbeinpaare, mit denen sie gleich gut vorwärts und rückwärts laufen können. Über der Basis der Pedipalpen liegt an jeder Körperseite ein kleines Punktauge. Die Geschlechter sind kaum zu unterscheiden.
Allein in Mitteleuropa kommen mehr als 100 Arten und Unterarten von Pseudo- oder Afterskorpionen vor – davon in Deutschland 49, in der Schweiz 63 und in Österreich 69. Einige dieser Spezies ähneln dem Bücherskorpion sehr im Verhalten und Aussehen (beispielsweise Dactylochelifer latreillei und Mesochelifer ressli, beides ebenfalls Vertreter der Familie Cheliferidae) und sind in der Regel nur von Spezialisten sicher bis zur genauen Art zu bestimmen. Im Freiland kann man eher den Moosskorpionen begegnen, die einen eckigeren Vorderkörper und eine glänzende Chitinhülle aufweisen.
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