Etsch-Gardasee-Tunnel
Wasserbauwerk im Trentino, Italien
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Wichtige Erkenntnisse
- Der Etsch-Gardasee-Tunnel (mitunter auch Mori-Torbole-Tunnel , italienisch Galleria Adige-Garda ) ist ein künstlicher Abflusskanal zur Hochwasserregulierung der Etsch in Italien.
- Damit dient er dem Hochwasserschutz am Unterlauf der Etsch und vor allem der Stadt Verona.
- Er verläuft geradlinig Richtung Westen mit einer südlichen Abweichung von etwa drei Grad.
- Er unterquert den trockengefallenen Loppiosee, wo sich mit etwa 20 Metern die geringste Deckschicht über dem Tunnel befindet.
- Der mittlere Durchmesser des Tunnels beträgt acht Meter.
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Source summary
WikipediaDer Etsch-Gardasee-Tunnel (mitunter auch Mori-Torbole-Tunnel, italienisch Galleria Adige-Garda) ist ein künstlicher Abflusskanal zur Hochwasserregulierung der Etsch in Italien. Durch den etwa zehn Kilometer langen Tunnel kann Hochwasser von der Etsch in den Gardasee geleitet werden, um so die Höhe des Wasserstandes der Etsch abzusenken. Damit dient er dem Hochwasserschutz am Unterlauf der Etsch und vor allem der Stadt Verona.
Der Etsch-Gardasee-Tunnel beginnt im Nordosten der Gemeinde Mori im Ortsteil Ravazzone (). Er verläuft geradlinig Richtung Westen mit einer südlichen Abweichung von etwa drei Grad. Auf den Gardasee trifft er etwa einen Kilometer südlich des Ortskerns von Torbole an der Straße SS 249 Richtung Malcesine (). Er unterquert den trockengefallenen Loppiosee, wo sich mit etwa 20 Metern die geringste Deckschicht über dem Tunnel befindet.
Das Einlassbauwerk des Tunnels besitzt vier Öffnungen von je 9,5 m Breite, die mit überlappenden Paneelen verschlossen sind. Der mittlere Durchmesser des Tunnels beträgt acht Meter. Der Einlass liegt 106 Meter höher als der Auslass, was bei der Länge des Tunnels von 9873 m einem mittleren Gefälle von 1,1 % entspricht, aber durch steilere Gefällstrecken am Ein- und Auslauf auf 0,87 % für den Verlauf dazwischen reduziert wird. Das Gefälle ermöglicht den Betrieb als Freispiegelstollen. Bei voller Auslastung des Querschnitts erreicht das Wasser eine Fließgeschwindigkeit von 11 m/s. Das ergibt eine Förderleistung von etwa 500 m³/s. Jedoch erst 3.700.000 m³ zugeführtes Wasser erhöhen den Wasserspiegel des Gardasees um 1 cm. Das entspricht einem Volllastbetrieb von etwa zwei Stunden. Die geringste Fließgeschwindigkeit beträgt 5 m/s.
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