Fundplatz Bilzingsleben
archäologische Stätte in Deutschland
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Wichtige Erkenntnisse
- Der Fundplatz Bilzingsleben ist eine außergewöhnliche archäologische und paläoanthropologische Fundstelle im Norden Thüringens.
- 000 Jahren datiert und Homo erectus zugeschrieben.
- Der Fundplatz liegt etwa 1,5 km südlich der Ortschaft Bilzingsleben am Rande des Wippertals.
- Eingerahmt wird die kleine, spornartige Erhebung durch die Wipper im Osten und den Wirbelbach im Süden.
- Nur wenige Kilometer entfernt erheben sich im Nordwesten und Nordosten die bis zu 480 m hohen Kuppen der Hainleite, des Kyffhäusers und der Schmücke, die aus Ablagerungen des Buntsandsteins und des Muschelkalkes bestehen.
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Source summary
WikipediaDer Fundplatz Bilzingsleben ist eine außergewöhnliche archäologische und paläoanthropologische Fundstelle im Norden Thüringens. Die Funde wurden auf ein Alter von 350.000 bis 400.000 Jahren datiert und Homo erectus zugeschrieben. Sie gehören zu den frühesten Spuren der Gattung Homo in Mitteleuropa. Der Fundplatz liegt etwa 1,5 km südlich der Ortschaft Bilzingsleben am Rande des Wippertals. Die Oberfläche des ehemaligen Steinbruchs „Steinrinne“ liegt etwa 35 m über der heutigen Aue und bei 175 m ü. NN. Eingerahmt wird die kleine, spornartige Erhebung durch die Wipper im Osten und den Wirbelbach im Süden.
Die Ortschaft und damit auch die Fundstelle auf der Steinrinne liegen rund 30 km südöstlich von Nordhausen am Nordrand des Thüringer Beckens, welches geologisch hauptsächlich durch die Ablagerungen des Keupers (Trias) geprägt ist. Nur wenige Kilometer entfernt erheben sich im Nordwesten und Nordosten die bis zu 480 m hohen Kuppen der Hainleite, des Kyffhäusers und der Schmücke, die aus Ablagerungen des Buntsandsteins und des Muschelkalkes bestehen.
Bilzingsleben liegt am Nordrand der sogenannten Kindelbrücker Störungszone, die Teil der hercynisch verlaufenden Finne-Störung ist. Diese wiederum gehört zu einem System parallel verlaufender Störungen bis hin zum Rand des Thüringer Waldes. Die Finne-Störung beginnt im Nordwesten bei Sondershausen und verläuft bis nach Gera im Südosten. Dort beginnt als Fortsetzung die Pohlener Störung. Die Finne-Störung bildet gleichzeitig den Südrand der Hermundurischen Scholle.
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