Geschlechtsüberprüfung beim Sport
medizinische und genetische Tests bei Sportwettkämpfen zur Feststellung des Geschlechts
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Wichtige Erkenntnisse
- Geschlechtsüberprüfungen beim Sport sind medizinische und genetische Untersuchungen, die bei Sportwettkämpfen, in denen eine Startberechtigung weiblichen Athleten vorbehalten ist, zur Feststellung des biologischen Geschlechts durchgeführt werden.
- Geplant waren diese Tests bereits für die Olympischen Spiele 1940, wurden aber aufgrund des Zweiten Weltkriegs und der Aussetzung der Spiele verschoben.
- Zu jener Zeit wurden verschiedene Athletinnen der Sowjetunion und aus mehreren Ländern des Ostblocks verdächtigt, Männer zu sein.
- Die Frauen standen nackt vor einem Ärztegremium und traten vor, um ihre Körper und Genitalien abtasten zu lassen.
- Einige Frauen fühlten sich durch die Untersuchung stark herabgesetzt und äußerten dies auch.
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Source summary
WikipediaGeschlechtsüberprüfungen beim Sport sind medizinische und genetische Untersuchungen, die bei Sportwettkämpfen, in denen eine Startberechtigung weiblichen Athleten vorbehalten ist, zur Feststellung des biologischen Geschlechts durchgeführt werden.
Geschlechtstests in Form eines „ärztlichen Eignungsscheins“ wurden bereits im Jahr 1946 bei den British Commonwealth Games sowie im selben Jahr bei den Leichtathletik-Europameisterschaften der Frauen durchgeführt. Wie Dennis Krämer in seiner Doktorarbeit Intersexualität im Sport beschreibt, beruhte dieser Test auf einer gynäkologischen Untersuchung der äußeren Geschlechtsorgane, derer sich Frauen im Vorfeld des Turniers unterziehen mussten und die bei einer „unauffälligen“ Erscheinung die Zugehörigkeit zum weiblichen Geschlecht belegten. Geplant waren diese Tests bereits für die Olympischen Spiele 1940, wurden aber aufgrund des Zweiten Weltkriegs und der Aussetzung der Spiele verschoben.
Verpflichtende Geschlechtstests, die im Frauensport systematisch von der Medizinkommission des IAAF und IOC durchgeführt wurden, fanden erstmals bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Budapest 1966 statt. Zu jener Zeit wurden verschiedene Athletinnen der Sowjetunion und aus mehreren Ländern des Ostblocks verdächtigt, Männer zu sein. Der Test bestand aus einer einfachen körperlichen Untersuchung. Die Frauen standen nackt vor einem Ärztegremium und traten vor, um ihre Körper und Genitalien abtasten zu lassen. Es musste eine echte Vagina vorhanden sein, und es durfte kein Penis zu finden sein. Einige Frauen fühlten sich durch die Untersuchung stark herabgesetzt und äußerten dies auch. Ihre Länder protestierten beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC).
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