Henriette Johanne Marie Müller
Hamburger Original
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Wichtige Erkenntnisse
- Henriette Johanne Marie Müller , besser bekannt als Zitronenjette (* 18.
- Juli 1916 in Hamburg), war ein Hamburger Original.
- Ihr Vater befürchtete, wegen der Unehelichkeit des Kindes bestraft zu werden und verschwand noch vor der Geburt.
- Henriette Müller litt unter einer Krankheit, bei der die Schilddrüsen zu wenig Thyroxin produzieren, was zu Kleinwuchs, Missbildungen und zu Lernverzögerungen führt.
- Nach dem Tod des Stiefvaters zog sie mit Anna Reimers, einer ihrer jüngeren Schwestern, zusammen und wohnte mit ihr im sog.
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Source summary
WikipediaHenriette Johanne Marie Müller, besser bekannt als Zitronenjette (* 18. Juli 1841 in Dessau; † 8. Juli 1916 in Hamburg), war ein Hamburger Original.
Henriette Müller wurde als Tochter der unverehelichten Leopoldine Sophie Marie Müller in Dessau geboren. Ihr Vater befürchtete, wegen der Unehelichkeit des Kindes bestraft zu werden und verschwand noch vor der Geburt. Kurz nach der Geburt zog die Mutter mit Henriette nach Hamburg, wo sie heiratete und weitere Kinder bekam. Henriette Müller litt unter einer Krankheit, bei der die Schilddrüsen zu wenig Thyroxin produzieren, was zu Kleinwuchs, Missbildungen und zu Lernverzögerungen führt. Sie wurde nur 1,32 Meter groß, hatte einen kräftigen Körperbau, eine knollige Nase in ihrem rundlichen Gesicht und wog als erwachsene Frau knapp 35 Kilogramm. Nach dem Tod des Stiefvaters zog sie mit Anna Reimers, einer ihrer jüngeren Schwestern, zusammen und wohnte mit ihr im sog. Gängeviertel unweit des Michels. Als ihren Beitrag zum Lebensunterhalt beider verkaufte sie mit dem Ausruf Zitroon! Zitroon! tagsüber Zitronen in der Hamburger Innenstadt, zuweilen sogar in Barmbek und Rothenburgsort. Sie lebte allerdings hauptsächlich von dem Einkommen ihrer Schwester, die als Wäscherin arbeitete. Nachts sah man sie in den Kneipen St. Paulis. Henriette Müller wurde zur Alkoholikerin, bereits tagsüber wiederholt in betrunkenem Zustand von der Polizei aufgegriffen und im August 1894 in die damalige Irrenanstalt Friedrichsberg eingeliefert, wo sie bis zu ihrem Tod lebte. Da sie jedoch nicht geistesgestört war, beschäftigte man sie dort mit verschiedenen Küchenarbeiten. Ihre ursprüngliche Grabstelle (Grab Nr. H 16) auf dem Friedhof Ohlsdorf wurde mittlerweile aufgelassen.
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