Istrien
größte Halbinsel an der nördlichen Adria
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Wichtige Erkenntnisse
- Istrien (kroatisch/slowenisch Istra , italienisch Istria , istriotisch Eîstria ) ist mit einer Fläche von etwa 3500 km² die größte Halbinsel an der nördlichen Adria.
- An der Halbinsel haben drei Staaten Anteil.
- Istrien liegt am Nordrand der Adriatischen Platte, die auch bei der Entstehung der umgebenden Gebirge, nämlich der Alpen, des Apennin und der Dinariden eine zentrale Rolle spielte.
- Heute ragen am Ostrand Istriens die Berge noch bis über 1400 m auf, die Gesteine stellen zu großen Teilen den Boden eines verschwundenen Ozeans dar.
- Infolgedessen konzentriert sich die menschliche Besiedlung auf die küstennahen Gebiete, zumal das umgebende Meer zu einem milden Klima beiträgt.
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Source summary
WikipediaIstrien (kroatisch/slowenisch Istra, italienisch Istria, istriotisch Eîstria) ist mit einer Fläche von etwa 3500 km² die größte Halbinsel an der nördlichen Adria. Sie erstreckt sich zwischen dem Golf von Triest und der Kvarner-Bucht vor Rijeka, im Osten reicht sie bis zur rund 1400 m hohen Učka. An der Halbinsel haben drei Staaten Anteil. Der größte Flächenanteil befindet sich auf dem Gebiet Kroatiens, ein kleinerer im Norden gehört zu Slowenien, zu Italien gehört nur das Gebiet um Muggia und dessen Umland.
Istrien liegt am Nordrand der Adriatischen Platte, die auch bei der Entstehung der umgebenden Gebirge, nämlich der Alpen, des Apennin und der Dinariden eine zentrale Rolle spielte. Diese Gebirgszonen entstanden bei der Kollision mit dem Eurasischen Kontinent. Heute ragen am Ostrand Istriens die Berge noch bis über 1400 m auf, die Gesteine stellen zu großen Teilen den Boden eines verschwundenen Ozeans dar. Daher dominieren Kalk- und Dolomit, Sandstein und Mergel (im Nordosten), was zur Bildung zahlreicher Höhlen in der Karstlandschaft geführt hat, aber auch dort, wo Kalk vorherrscht, zu Trockenheit. Infolgedessen konzentriert sich die menschliche Besiedlung auf die küstennahen Gebiete, zumal das umgebende Meer zu einem milden Klima beiträgt. Allerdings ist die Einwohnerzahl rückläufig, sie liegt oberhalb von 300.000.
Menschliche Spuren lassen sich über eine Million Jahre zurückverfolgen. Die früheste bäuerliche Lebensweise setzte um 5750 v. Chr. ein. Allerdings blieb die Besiedlung bis etwa 2000 v. Chr. dünn. Erst starke Zuwanderung ermöglichte nunmehr den Bau städteartiger Siedlungen und Festungsbauten. In der Bronzezeit entstanden regionale Herrschaftsstrukturen, es dominierten die Histrier, die Istrien den Namen gaben. Bis 177 v. Chr. eroberten die Römer die Halbinsel, die vollständig romanisiert wurde, was sich bis heute in zahlreichen Monumenten niederschlägt.
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