Kafkaesk
charakteristisch für die beklemmenden oder alptraumhaften Eigenschaften der fiktiven Welt von Franz Kafka oder daran erinnernd
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Wichtige Erkenntnisse
- Das Adjektiv kafkaesk , benannt nach dem Schriftsteller Franz Kafka, ist ein bildungssprachlicher Ausdruck, der so viel wie „in der Art der Schilderungen Kafkas, auf rätselhafte Weise unheimlich, bedrohlich“ bedeutet.
- Die älteste Wortbildung dieser Art zu einem Schriftsteller ist dantesk , das bereits im Jahr 1799 belegt ist.
- Der Duden nahm kafkaesk in der 17.
- Das Adjektiv wurde ursprünglich innerliterarisch zur Bezeichnung literarischer Textmerkmale Kafkas sowie für Ähnlichkeiten und Nachahmungen seiner literarischen Arbeit verwendet.
- Hans Wellmann und Wolfgang Pöckl vermuten, dass das Wort „kafkaesk“ im Deutschen durch die phonetische Ähnlichkeit zum Adjektiv „grotesk“ gestützt wird, mit dem es assoziativ verknüpft wird.
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Source summary
WikipediaDas Adjektiv kafkaesk, benannt nach dem Schriftsteller Franz Kafka, ist ein bildungssprachlicher Ausdruck, der so viel wie „in der Art der Schilderungen Kafkas, auf rätselhafte Weise unheimlich, bedrohlich“ bedeutet.
Das Wort wurde aus dem Englischen übernommen, wo Kafka-esque zuerst im Jahr 1939 nachzuweisen ist. Die älteste Wortbildung dieser Art zu einem Schriftsteller ist dantesk, das bereits im Jahr 1799 belegt ist. Für Kafka ist im Deutschen zunächst das Adjektiv „kafkisch“ nachgewiesen, das angeblich schon bei Kafkas Beisetzungsfeierlichkeiten geprägt und später erst nach und nach durch „kafkaesk“ verdrängt wurde. Der Duden nahm kafkaesk in der 17. Auflage im Jahr 1973 auf.
Das Adjektiv wurde ursprünglich innerliterarisch zur Bezeichnung literarischer Textmerkmale Kafkas sowie für Ähnlichkeiten und Nachahmungen seiner literarischen Arbeit verwendet. Später wurde es zunehmend für außerliterarische Sachverhalte verwendet und stand für „Situationen und diffuse Erfahrungen der Angst, Unsicherheit und Entfremdung“ sowie des Ausgeliefertseins an anonyme und bürokratische Mächte, der Absurdität, der Ausweg- und Sinnlosigkeit sowie Schuld und innere Verzweiflung. Der Begriff leitet sich aus der Grundstimmung zahlreicher Werke Franz Kafkas ab, in denen die Protagonisten in undurchschaubaren, bedrohlichen Situationen von düsterer Komik bis Tragik agieren, hat aber in der heutigen Verwendung mit seinen Werken nur noch entfernt zu tun. Hans Wellmann und Wolfgang Pöckl vermuten, dass das Wort „kafkaesk“ im Deutschen durch die phonetische Ähnlichkeit zum Adjektiv „grotesk“ gestützt wird, mit dem es assoziativ verknüpft wird.
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