Kessiner
Stamm aus dem heutigen Mecklenburg
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Wichtige Erkenntnisse
- Die Kessiner waren ein elbslawischer Stamm, der vom 10.
- Dieser Stamm entstand wahrscheinlich um das Jahr 1000 durch Abspaltung von den Zirzipanen.
- Zusammen mit den Zirzipanen hätten sie bis zum Slawenaufstand von 983 zum engeren Stammesverband der Abodriten gehört.
- Trotz andauernder Autonomiebestrebungen verblieben sie in diesem Verband bis zu dessen Eingliederung in das Heilige Römische Reich.
- Die Forschung befasst sich vorrangig mit der Eingrenzung ihres Siedlungsgebietes und der auffallend späten Stammesbildung.
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Source summary
WikipediaDie Kessiner waren ein elbslawischer Stamm, der vom 10. bis zum 12. Jahrhundert im östlichen Teil des heutigen Mecklenburg ansässig war. Dieser Stamm entstand wahrscheinlich um das Jahr 1000 durch Abspaltung von den Zirzipanen. Anfänglich gehörten sie zu den Lutizen, einem losen Bund einiger nordwestslawischer Stämme, wie aus ihrer ersten schriftlichen Erwähnung als Chizzini im Jahr 1057 hervorgeht. Zusammen mit den Zirzipanen hätten sie bis zum Slawenaufstand von 983 zum engeren Stammesverband der Abodriten gehört. In den 1060er Jahren wurden sie als inzwischen eigener Stamm vom Samtherrscher Gottschalk wieder in diesen Stammesverband eingegliedert, diesmal gewaltsam. Trotz andauernder Autonomiebestrebungen verblieben sie in diesem Verband bis zu dessen Eingliederung in das Heilige Römische Reich.
Die Kessiner blieben überregional bedeutungslos. Die Forschung befasst sich vorrangig mit der Eingrenzung ihres Siedlungsgebietes und der auffallend späten Stammesbildung.
Das Siedlungsgebiet der Kessiner erstreckte sich von der Ostseeküste bei Rostock beidseits der Warnow ungefähr 40 km nach Süden bis in das Gebiet um Bützow. Von dort folgte es der Nebel in Richtung Südosten bis nach Güstrow und darüber hinaus. Während das Siedlungsgebiet im Westen meist nur wenige Kilometer über die Warnow ausgriff, reichte es im Osten über die Recknitz hinaus bis Tessin und Laage. Anhand der archäologischen Fundplätze lassen sich zwei Siedlungskammern mit Rostock im Norden und dem Gebiet um Bützow und Güstrow im Süden ausmachen. Diese werden von fundarmen Zonen umschlossen, die als ursprünglich unbesiedelte, bewaldete Flächen interpretiert werden.
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