Max Daetwyler
erster Schweizer Kriegsdienstverweigerer 1914 (1886-1976)
GlyphSignal keeps some article pages out of search while editorial context is expanded.
Warum das gerade im Trend liegt
Interest in “Max Daetwyler” spiked on Wikipedia on 2026-06-03.
Eingeordnet unter Geschichte, folgt dieser Artikel einem bekannten Muster. Historical topics gain renewed attention when tied to commemorations, documentaries, or current events that echo past episodes.
By monitoring millions of daily Wikipedia page views, GlyphSignal helps you spot cultural moments as they happen and understand the stories behind the numbers.
Wichtige Erkenntnisse
- Max Daetwyler (* 7.
- Januar 1976 in Zumikon) war ein Schweizer Kriegsdienstverweigerer und Pazifist.
- Leben Max Daetwyler wuchs in Arbon am Bodensee als jüngstes von zwölf Kindern eines Hoteliers auf.
- Bei der Schweizer Mobilmachung 1914 verweigerte er auf dem Kasernenplatz in Frauenfeld aus Protest gegen den Krieg den Fahneneid.
- Mehrere Male wollten die Behörden ihn aufgrund des psychiatrischen Gutachtens entmündigen.
Source note: This page combines GlyphSignal analysis with attributed reference material from Wikipedia. GlyphSignal adds trend context, traffic history, categorization, and editorial interpretation. See how we build these pages.
Source summary
WikipediaMax Daetwyler (* 7. September 1886 in Arbon TG; † 26. Januar 1976 in Zumikon) war ein Schweizer Kriegsdienstverweigerer und Pazifist. Er gilt als eines der grossen Schweizer Originale des 20. Jahrhunderts.
Max Daetwyler wuchs in Arbon am Bodensee als jüngstes von zwölf Kindern eines Hoteliers auf. Nach seiner Schulzeit in Arbon und einer kaufmännischen Lehre in Wattwil arbeitete er als Kellner in Rom, Paris und London, bevor er in Bern Gerant wurde. Bei der Schweizer Mobilmachung 1914 verweigerte er auf dem Kasernenplatz in Frauenfeld aus Protest gegen den Krieg den Fahneneid. Er wurde deshalb in die Psychiatrie eingewiesen und aus der Armee ausgeschlossen. Mehrere Male wollten die Behörden ihn aufgrund des psychiatrischen Gutachtens entmündigen. Dank der Weigerung seiner Heimatgemeinde Zumikon kam es jedoch nie dazu. Nach seiner Entlassung nach drei Monaten gründete er 1915 in Bern den Verein Friedensarmee.
Am 15. November 1917 organisierte er mit Max Rotter eine Kundgebung zur Beendigung des Krieges. Die Arbeiter von zwei Munitionsfabriken wurden überzeugt, ihre Arbeit niederzulegen. Daetwyler wurde verhaftet und nach Polizeigewahrsam erneut im Burghölzli psychiatrisch abgeklärt. Eine aufgebrachte Menge wollte ihn sofort nach der Festnahme befreien, es kam zu einer Strassenschlacht. Am folgenden Tag, während seiner Zeit in Polizeigewahrsam, kamen bei erneuten Krawallen ein Polizist, zwei Demonstranten und eine unbeteiligte Hausfrau ums Leben nebst 40 zum Teil schwer Verletzten. Nach seiner Entlassung heiratete Daetwyler Klara Brechbühl und zog nach Zumikon. Dort bestritt er mit einer Hühnerfarm, Strickwaren, Zucht von Gemüse und Blumen sowie Bienenhaltung den Lebensunterhalt für seine Familie.
Inhalt von Wikipedia unter CC BY-SA 4.0