Ophelia (Film)
Film von Claire McCarthy (2018)
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Wichtige Erkenntnisse
- Ophelia ist ein US-amerikanisch-britisches Filmdrama der australischen Regisseurin Claire McCarthy aus dem Jahr 2018.
- Der Film erzählt die Geschichte um den Prinzen Hamlet aus der Perspektive seiner Geliebten Ophelia, deutet entscheidende Passagen um und gelangt so zu einer gänzlich anderen Quintessenz.
- Damit verwoben sind aber gänzlich neue Inhalte, nicht nur in Form neuer Szenen, sondern sogar neuer Dialoge, die kunstvoll in die Originaldialoge bestehender Szenen verschachtelt sind.
- Im Shakespeare’schen Original ist es nur Hamlet, der Wahnsinn aus strategischen Gründen vortäuscht; Ophelia hingegen verfällt ihm tatsächlich.
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Source summary
WikipediaOphelia ist ein US-amerikanisch-britisches Filmdrama der australischen Regisseurin Claire McCarthy aus dem Jahr 2018. Die feministische Reinterpretation von William Shakespeares Tragödie Hamlet basiert auf dem gleichnamigen Roman der US-amerikanischen Autorin Lisa Klein; entscheidende Facetten fügte aber erst die US-amerikanische Drehbuchautorin Semi Chellas hinzu. Der Film erzählt die Geschichte um den Prinzen Hamlet aus der Perspektive seiner Geliebten Ophelia, deutet entscheidende Passagen um und gelangt so zu einer gänzlich anderen Quintessenz.
Ophelia ist um zentrale Szenen der Shakespeare’schen Tragödie herum aufgebaut, die, sprachlich modernisiert und gestrafft, grundsätzlich wie im Original ablaufen. Damit verwoben sind aber gänzlich neue Inhalte, nicht nur in Form neuer Szenen, sondern sogar neuer Dialoge, die kunstvoll in die Originaldialoge bestehender Szenen verschachtelt sind. Das markanteste Beispiel ist der berühmte, von König Claudius und Ophelias Vater Polonius belauschte Dialog zwischen Ophelia und Hamlet, in dem Hamlet Ophelia auffordert, ins Kloster zu gehen. Im Shakespeare’schen Original ist das eine brüske Zurückweisung von Ophelia durch Hamlet; im Film verständigen sich die beiden, in Liebe einander zugetan, flüsternd und unhörbar für Claudius und Polonius mit zwischengeschobenen Dialogen und Hamlets Aufforderung entspringt der Sorge um Ophelia; er möchte, dass sie sich im Kloster in Sicherheit bringt.
Im Shakespeare’schen Original ist es nur Hamlet, der Wahnsinn aus strategischen Gründen vortäuscht; Ophelia hingegen verfällt ihm tatsächlich. Im Film ist er auch bei Ophelia Strategie; in Wahrheit ist sie es, die die Handlung entscheidend bestimmt.
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