Radebrechen
abwertende Bezeichnung für die mangelhafte und mühevolle Ausdrucksweise in einer Fremdsprache
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Wichtige Erkenntnisse
- Radebrechen (früher auch Radbrechen ; auch: gebrochene Sprechweise ) ist eine abwertende Bezeichnung für die mangelhafte und mühevolle Ausdrucksweise in einer Fremdsprache.
- „Gebrochen“ wird als Gegenteil zur „fließenden“ Beherrschung einer Sprache verwendet.
- Radebrechen wurde metaphorisch für „Quälen“ verwendet, laut Kluges etymologischem Wörterbuch seit dem 16.
- Leonhard Thurneysser verwendet 1583 die Formulierung „ein geradebrecht Wort“.
- Im gegenwärtigen Sprachgebrauch verwendet man „Radebrechen“ ausschließlich als pejorative Bezeichnung für die mangelhafte und mühevolle Ausdrucksweise in einer Fremdsprache.
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Source summary
WikipediaRadebrechen (früher auch Radbrechen; auch: gebrochene Sprechweise) ist eine abwertende Bezeichnung für die mangelhafte und mühevolle Ausdrucksweise in einer Fremdsprache. Die Redewendung des „Radebrechens“ in einer Sprache leitet sich von der mittelalterlichen Folter- und Hinrichtungsmethode des Räderns ab und bedeutet, dass eine Sprache „gequält“ wird. „Gebrochen“ wird als Gegenteil zur „fließenden“ Beherrschung einer Sprache verwendet.
Das Wort Radebrechen entstand laut Grimms Wörterbuch im Mittelhochdeutschen als Ableitung des Substantivs Radbreche, also die „Brechung“ auf einem Rad, wie sie bei der Methode des Räderns üblich war. Radebrechen wurde metaphorisch für „Quälen“ verwendet, laut Kluges etymologischem Wörterbuch seit dem 16. Jahrhundert im Neuhochdeutschen auch für das „Quälen“ einer Sprache. Leonhard Thurneysser verwendet 1583 die Formulierung „ein geradebrecht Wort“. Der Ausdruck „gebrochen reden“ wird von Grimms Wörterbuch ebenfalls auf die Redewendung des Radebrechens zurückgeführt. Im gegenwärtigen Sprachgebrauch verwendet man „Radebrechen“ ausschließlich als pejorative Bezeichnung für die mangelhafte und mühevolle Ausdrucksweise in einer Fremdsprache.
Das Verb „radebrechen“ wird im Gegensatz zum Verb „brechen“ regelmäßig konjugiert („er radebrecht“, nicht: „radebricht“).
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