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Regenschirmattentat

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Mordanschlag

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Wichtige Erkenntnisse

  • Als Regenschirmattentat wird der Mordanschlag auf den bulgarischen Schriftsteller und Dissidenten Georgi Markow bezeichnet, der in London am 7.
  • Spekulationen gehen davon aus, dass das hochtoxische pflanzliche Gift Rizin verwendet wurde.
  • Dabei wurde eine Kugel aus einer Platin-Iridium-Legierung von 1,52 mm Durchmesser in den Unterschenkel des Opfers injiziert.
  • Das Kügelchen wurde bei der Obduktion entdeckt.
  • Markow starb vier Tage nach dem Attentat.

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Source summary

Wikipedia

Als Regenschirmattentat wird der Mordanschlag auf den bulgarischen Schriftsteller und Dissidenten Georgi Markow bezeichnet, der in London am 7. September 1978, dem Geburtstag des von Markow häufig kritisierten bulgarischen Staatschefs Todor Schiwkow, verübt wurde. Spekulationen gehen davon aus, dass das hochtoxische pflanzliche Gift Rizin verwendet wurde.

Der Täter, vermutlich ein Agent des damaligen bulgarischen Geheimdienstes, verletzte das Opfer auf der Londoner Waterloo Bridge scheinbar zufällig mit einer präparierten Regenschirmspitze. Dabei wurde eine Kugel aus einer Platin-Iridium-Legierung von 1,52 mm Durchmesser in den Unterschenkel des Opfers injiziert. In das Projektil waren, im rechten Winkel zueinander, zwei nur 0,34 mm durchmessende Löcher gebohrt worden. Das Kügelchen wurde bei der Obduktion entdeckt. Spekulationen in den Medien gehen davon aus, dass die Hohlräume der Kugel mit etwa 200 Mikrogramm des hochtoxischen Giftes Rizin gefüllt und mit Zuckerguss verschlossen waren, der sich bei Körpertemperatur leicht in der Gewebsflüssigkeit auflöste und daraufhin die kontinuierliche Rizin-Freisetzung ermöglichte. 1980 wurde von den zuständigen Pathologen in einem öffentlichen Vortrag der Royal Society of Medicine jedoch betont, dass keinerlei Rizin wissenschaftlich nachgewiesen werden konnte, weder im Körper, noch in der gefundenen Metallkugel, und dass die Vermutung, dass dieses Gift verwendet wurde, rein spekulativ ist.

Zunächst als harmloser Zwischenfall abgetan, wurde die Ursache der spät einsetzenden Symptome der Vergiftung viel zu spät erkannt. Markow starb vier Tage nach dem Attentat.

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