Rodulfus Glaber
Mönch, Historiker und Hagiograph
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Wichtige Erkenntnisse
- Rodulfus Glaber , auch Radulfus Glaber oder Raoul Glaber , ( lateinisch glaber „der Kahle“; * um 985 im Burgund; † um 1047 in Saint-Germain d’Auxerre) war ein burgundischer Benediktiner-Mönch, Historiker und Hagiograph.
- Sein wechselhafter Lebenslauf führte ihn mit der Zeit in eine Reihe burgundischer Klöster.
- Es gibt Nachweise für seine Anwesenheit in den Klöstern Moutiers-Saint-Jean, Saint-Bénigne à Dijon, Cluny, Moutier und Saint-Germain d’Auxerre.
- Von Wilhelm angeregt, begann er sein Hauptwerk, die „Historiae“ , ein Geschichtswerk, das die Zeit von etwa 900 bis etwa 1040 behandelt.
- In diesem fünfbändigen Geschichtswerk schildert Rodulfus insbesondere seltsame oder grauenerregende Begebenheiten, Häresien, Teufelswerk, Wunder, Visionen und Verfall der Sitten.
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Source summary
WikipediaRodulfus Glaber, auch Radulfus Glaber oder Raoul Glaber, (lateinisch glaber „der Kahle“; * um 985 im Burgund; † um 1047 in Saint-Germain d’Auxerre) war ein burgundischer Benediktiner-Mönch, Historiker und Hagiograph.
Rodulfus wurde als Zwölfjähriger von seinem Onkel, einem Mönch, der ihn erzog, wegen Ungehorsamkeit dem Kloster Saint-Léger-de-Champeaux übergeben, wo er jedoch bald verjagt wurde, da er sich dem Klosterleben nicht unterordnete und als streitsüchtig galt. Sein wechselhafter Lebenslauf führte ihn mit der Zeit in eine Reihe burgundischer Klöster. Jedoch ist nicht überliefert, wann er in welchem Kloster lebte. Es gibt Nachweise für seine Anwesenheit in den Klöstern Moutiers-Saint-Jean, Saint-Bénigne à Dijon, Cluny, Moutier und Saint-Germain d’Auxerre.
Um 1028 reiste er mit Wilhelm von Volpiano, dem Abt von Saint-Bénigne, nach Italien. Von Wilhelm angeregt, begann er sein Hauptwerk, die „Historiae“, ein Geschichtswerk, das die Zeit von etwa 900 bis etwa 1040 behandelt. Besonderer Schwerpunkt waren die Jahre um 1000 und um 1033, die er für besonders bedeutsam hielt. In diesem fünfbändigen Geschichtswerk schildert Rodulfus insbesondere seltsame oder grauenerregende Begebenheiten, Häresien, Teufelswerk, Wunder, Visionen und Verfall der Sitten. Er berichtet auch über Hungersnöte und sogar Kannibalismus im Burgund. Dies interpretierte er als endzeitliche Vorzeichen des bevorstehenden Weltuntergangs. Diese Chronik widmete er Odilo von Cluny. Heute sind einige wenige Handschriften der „Historiae“ erhalten, darunter auch ein Autorenexemplar.
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