Sevesounglück
Chemieunfall im italienischen Meda 1976
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Wichtige Erkenntnisse
- Das Sevesounglück ([ ˈsɛvezo ]) war ein Chemieunfall, der sich am Samstag, 10.
- Icmesa war ein Tochterunternehmen von Givaudan, das wiederum eine Tochter von Roche war.
- Dabei wurde eine unbekannte Menge des hochgiftigen Dioxins TCDD freigesetzt, das umgangssprachlich auch Dioxin oder seit dem Vorfall Sevesogift genannt wird.
- Vorgeschichte des Unfalls Bei Icmesa in Meda wurde Hexachlorophen hergestellt.
- Die Arbeitsbedingungen in der TCP-Produktion waren schlecht, die Anlage veraltet und unzureichend gewartet.
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Source summary
WikipediaDas Sevesounglück ([ˈsɛvezo]) war ein Chemieunfall, der sich am Samstag, 10. Juli 1976, in der chemischen Fabrik Icmesa im italienischen Meda, 20 Kilometer nördlich von Mailand, ereignete. Icmesa war ein Tochterunternehmen von Givaudan, das wiederum eine Tochter von Roche war. Das Betriebsgelände berührte das Gebiet von vier Gemeinden, unter ihnen Seveso, das Namensgeber des Unglücks wurde. Dabei wurde eine unbekannte Menge des hochgiftigen Dioxins TCDD freigesetzt, das umgangssprachlich auch Dioxin oder seit dem Vorfall Sevesogift genannt wird. Das Unglück führte zusammen mit ähnlich gelagerten Unfällen zur heutigen Richtlinie 2012/18/EU (Seveso-III-Richtlinie).
Bei Icmesa in Meda wurde Hexachlorophen hergestellt. Bis Sommer 1976 wurde die Produktion ständig gesteigert. Die Arbeitsbedingungen in der TCP-Produktion waren schlecht, die Anlage veraltet und unzureichend gewartet. Jörg Sambeth, technischer Direktor der Mutterfirma, bezeichnete die Fabrik später als „total verludert“; man habe offenbar über Jahre hinweg nichts investiert, sondern nur möglichst viel Geld verdienen wollen. Die Arbeiter waren hohen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt und unzureichend ausgebildet. Ein Arbeiter berichtete später Folgendes:
Außerdem musste die Belegschaft, die zum Zeitpunkt des Unglücks 163 Beschäftigte umfasste, ständig die Abteilungen wechseln und konnte sich nicht richtig einarbeiten und Erfahrungen sammeln.
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