Sidonia von Borcke
deutsche Adelige, als Hexe hingerichtet
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Wichtige Erkenntnisse
- Sidonia von Borcke , auch Sidonie von Bork , (* 1548, Burg Stramehl; † 28.
- Leben Sidonia von Borcke wurde im Jahre 1548 als Tochter von Otto von Borcke zu Stramehl-Regenwalde († 1551) aus dem pommerschen Adelsgeschlecht Borcke und Anna von Schwiechelt († 1568) geboren.
- Wegen des ihr als Frau vorenthaltenen Rechts, selbst über ihr väterliches Erbe verfügen zu dürfen, prozessierte sie gegen ihren Bruder Ulrich und Herzog Johann Friedrich von Pommern.
- Dies wurde ihr als Zänkerei, Klatschsucht und allerlei Händel ausgelegt und machte sie in weiten Kreisen unbeliebt.
- Wieder machte Sidonia von Borcke vergeblich ihre Ansprüche auf Erbanteile und Unterhaltszahlungen geltend.
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Source summary
WikipediaSidonia von Borcke, auch Sidonie von Bork, (* 1548, Burg Stramehl; † 28. September 1620 in Stettin) war eine pommersche Adelige, die nach langjährigem Streit mit Marienfließer Klosterfrauen wegen Hexerei angeklagt, gefoltert, verurteilt und hingerichtet wurde.
Sidonia von Borcke wurde im Jahre 1548 als Tochter von Otto von Borcke zu Stramehl-Regenwalde († 1551) aus dem pommerschen Adelsgeschlecht Borcke und Anna von Schwiechelt († 1568) geboren. Sie blieb unverheiratet. Wegen des ihr als Frau vorenthaltenen Rechts, selbst über ihr väterliches Erbe verfügen zu dürfen, prozessierte sie gegen ihren Bruder Ulrich und Herzog Johann Friedrich von Pommern. Sie übte vielerlei Kritik und zeigte Missstände an. Dies wurde ihr als Zänkerei, Klatschsucht und allerlei Händel ausgelegt und machte sie in weiten Kreisen unbeliebt.
1600 starb ihre Schwester Dorothea. Wieder machte Sidonia von Borcke vergeblich ihre Ansprüche auf Erbanteile und Unterhaltszahlungen geltend. Nach dem Tod ihres Bruders Ulrich 1603 trat sie 1604 in das evangelische Jungfrauenstift Kloster Marienfließ ein. Dort fügte sie sich nicht in die strenge Klosterordnung und geriet bald in Streit mit den übrigen Klosterfrauen und dem Klosterhauptmann. Bereits 1606 legte sie bei Herzog Bogislaw XIII. Berufung gegen die Priorin ein, die sie von ihrer Stelle als Unterpriorin entlassen hatte. Der Herzog starb jedoch im selben Jahr, und die von diesem angeregte und von Joachim von Wedel geleitete Untersuchung endete 1609 mit Wedels Tod. Der Streit dagegen schwelte weiter. Eine erneute Untersuchung, die ihr Verwandter Jost von Borcke leitete, wendete sich nach jahrelangem Streit gegen sie, als aus den Reihen der Klosterfrauen Aussagen kamen, die Sidonia von Borcke der Hexerei beschuldigten.
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