Siebolds Sara-Kaba-Völkerschau 1930–1932
Völkerschau in Deutschland
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Wichtige Erkenntnisse
- Siebolds Sara-Kaba-Völkerschau 1930–1932 war eine Völkerschau einer Gruppe von (nach unterschiedlichen Angaben) zwischen acht und zehn Frauen und drei Männern der Sara-Kaba aus dem heutigen Gebiet des südlichen Tschad und der Zentralafrikanischen Republik.
- Die Völkerschau der Sara-Kaba war eine der letzten in Deutschland gezeigten Schauen vor dem Zweiten Weltkrieg.
- Gruppe der Sara-Kaba Auffälliges Merkmal der Sara-Kaba waren vor allem die Lippenteller der Frauen.
- Die drei Männer waren Menschen mit Kleinwuchs.
- Weil das Einsetzen von Lippentellern 1911 durch die französische Regierung verboten worden war, wurden die Frauen auch „als ‚aussterbende Lippennegerinnen‘ angepriesen“, von denen es seinerzeit nur noch 200 gegeben habe.
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Source summary
WikipediaSiebolds Sara-Kaba-Völkerschau 1930–1932 war eine Völkerschau einer Gruppe von (nach unterschiedlichen Angaben) zwischen acht und zehn Frauen und drei Männern der Sara-Kaba aus dem heutigen Gebiet des südlichen Tschad und der Zentralafrikanischen Republik. Veranstalter der Schau war Friedrich Wilhelm (Willy) Siebold. Die Völkerschau der Sara-Kaba war eine der letzten in Deutschland gezeigten Schauen vor dem Zweiten Weltkrieg.
Willy Siebold (1880–1944) stammte aus einer Schausteller-Familie aus Essen und veranstaltete verschiedene Völkerschauen, neben der Sara-Kaba-Schau auch die Völkerschau der „Südsee-Insulaner“ (auch „Kanaken der Südsee“ genannt).
Auffälliges Merkmal der Sara-Kaba waren vor allem die Lippenteller der Frauen. Sie trugen je zwei Lippenteller in der Ober- und Unterlippe, wobei der Durchmesser des größeren Lippentellers in der Unterlippe bis zu 18 cm betrug. Die drei Männer waren Menschen mit Kleinwuchs. Siebold bewarb die Schau unter anderen mit dem Titel „Tellerlippen-Negerinnen und Buschmänner“ – was deutlich macht, „dass man die Frauen auf ihre durch Teller vergrößerten Lippen reduzieren wollte“. Weil das Einsetzen von Lippentellern 1911 durch die französische Regierung verboten worden war, wurden die Frauen auch „als ‚aussterbende Lippennegerinnen‘ angepriesen“, von denen es seinerzeit nur noch 200 gegeben habe. So bediente die Völkerschau „das Narrativ der aussterbenden Völker, die es noch einmal zu sehen galt“. Die Frauen wurden außerdem als „Körpersensation“ und „recht seltene Sehenswürdigkeit“ vermarktet.
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