Spritzenvorsatzfilter
Einwegfilter zur Filtration kleinster Volumina aus einer Einwegspritze
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Wichtige Erkenntnisse
- Ein Spritzenvorsatzfilter oder kurz Spritzenfilter wird als Aufsatz vor einer Einwegspritze zur Klärung oder Sterilfiltration kleiner Volumina einer Lösung genutzt, dabei werden meist Porengrößen von 0,45 µm oder 0,2 µm verwendet.
- Typisches Anwendungsgebiet ist die Probenvorbereitung zur chemischen Analyse mit chromatografischen Verfahren wie der Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC).
- Ein großer Vorteil ist im Vergleich zu anderen Filtrationsverfahren das geringe Totvolumen, das im Filter zurückbleibt.
- Als Gehäusematerial wird meist chemisch beständiges Polypropylen oder Polyamid eingesetzt.
- Der Filter ist auf der Einlassseite meist mit einem weiblichen Luer-Lock-Anschluss versehen, der direkt in die Einwegspritze eingeschraubt wird und ein Abrutschen bei der Druckfiltration verhindert.
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Source summary
WikipediaEin Spritzenvorsatzfilter oder kurz Spritzenfilter wird als Aufsatz vor einer Einwegspritze zur Klärung oder Sterilfiltration kleiner Volumina einer Lösung genutzt, dabei werden meist Porengrößen von 0,45 µm oder 0,2 µm verwendet. Dazu wird die in der Spritze befindliche Lösung durch den Membranfilter des Spritzenfilters gepresst (Druckfiltration). Typisches Anwendungsgebiet ist die Probenvorbereitung zur chemischen Analyse mit chromatografischen Verfahren wie der Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC). Weiterhin werden Spritzenvorsatzfilter zur Sterilfiltration von Lösungen mit thermolabilen Inhaltsstoffen verwendet, die anschließend einem im Autoklav dampfsterilisierten Nährmedium hinzugefügt werden. Ein großer Vorteil ist im Vergleich zu anderen Filtrationsverfahren das geringe Totvolumen, das im Filter zurückbleibt.
Der Spritzenfilter besteht aus einer porösen Flachmembran, die in einem Filtergehäuse aus Kunststoff gefasst ist. Als Gehäusematerial wird meist chemisch beständiges Polypropylen oder Polyamid eingesetzt. Zum Teil kommt weniger beständiges, dafür aber transparentes Polycarbonat zum Einsatz. Der Filter ist auf der Einlassseite meist mit einem weiblichen Luer-Lock-Anschluss versehen, der direkt in die Einwegspritze eingeschraubt wird und ein Abrutschen bei der Druckfiltration verhindert. Auf der Auslassseite ist normalerweise ein männlicher Luer-Slip-Anschluss ausreichend, da die auftretenden Kräfte hier deutlich geringer sind.
Ober- und Unterteil des Filtergehäuses werden entweder durch Ultraschall miteinander verschweißt oder der äußere Rand wird umspritzt. Beim Umspritzen kommen häufig eingefärbte Polymere zum Einsatz, um verschiedene Spritzenfilter einfacher unterscheiden zu können.
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