Synagoge Buttenheim
ehemalige Synagoge im Landkreis Bamberg, Oberfranken, Bayern
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Wichtige Erkenntnisse
- Die Synagoge Buttenheim wurde 1740 im oberfränkischen Buttenheim erbaut und diente der dortigen jüdischen Gemeinde bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1892 als religiöses Zentrum.
- Um die Umwandlung der Synagoge in ein Freizeitheim für die Hitlerjugend zu verhindern, verkauften die verbliebenen Juden sie 1937 an eine ortsansässige Brauerei.
- Mögliche erste Synagoge Erste Juden in Buttenheim sind um 1450 nachgewiesen.
- 1470 führte ein Buttenheimer Jude Klage vor dem Landgericht Bamberg.
- Diese Vorschrift zielte auf die Unterbindung jüdischer Handelsgeschäfte am Sonntag und deutet darauf hin, dass sich spätestens ab diesem Zeitpunkt Juden dauerhaft im Ort niedergelassen hatten.
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Source summary
WikipediaDie Synagoge Buttenheim wurde 1740 im oberfränkischen Buttenheim erbaut und diente der dortigen jüdischen Gemeinde bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1892 als religiöses Zentrum. Auch danach wurde sie vereinzelt zu Gottesdiensten genutzt. Um die Umwandlung der Synagoge in ein Freizeitheim für die Hitlerjugend zu verhindern, verkauften die verbliebenen Juden sie 1937 an eine ortsansässige Brauerei. Kurz darauf wurde sie durch umfassende Umbauten so sehr verändert, dass sie heute als „total verloren“ gilt.
Erste Juden in Buttenheim sind um 1450 nachgewiesen. In einem Schuldenverzeichnis aus der Zeit wird vermerkt, dass ein „Cohn aus Bayreuth, etwan zu Buttenheim“, ausstehende Darlehen in Höhe von 35 Gulden 487 Pfund hatte. 1470 führte ein Buttenheimer Jude Klage vor dem Landgericht Bamberg. Am 30. März 1593 erging ein Verbot an Juden, sonntags über den Buttenheimer Kirchhof zu spazieren. Diese Vorschrift zielte auf die Unterbindung jüdischer Handelsgeschäfte am Sonntag und deutet darauf hin, dass sich spätestens ab diesem Zeitpunkt Juden dauerhaft im Ort niedergelassen hatten. Der liberalkatholische Pfarrer, Landtagsabgeordnete und Lokalhistoriker Johannes Grandinger erwähnt in einem Buch über Buttenheim aus dem Jahr 1926 – allerdings ohne Quellenangabe –, dass sich Juden nach 1525 in den Ruinen des im Bauernkrieg abgebrannten Oberen Schlosses niedergelassen und dort auch eine Synagoge aufgebaut hätten. Zu dieser Zeit sei Juden die Ansiedlung nur „auf verödeten Hofstätten“ erlaubt worden. Urkundlich genannt wird diese Synagoge jedoch nicht.
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