Türkischrotfärbung
Färben mit Krapprot aus Färberkrapp
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Wichtige Erkenntnisse
- Als Türkischrotfärbung oder auch Türkisch Rotgarn , Adrianopelrot oder Indischrot wurde im 18.
- Als Farbstoff dienten die getrockneten und gemahlenen Wurzeln des Färberkrapps (botanisch Rubia tinctorum ), die einen hohen Anteil des Farbstoffs Alizarin enthalten.
- Frühere Verfahren zur Färbung von Schafwolle mit dem Färberkrapp ergaben lediglich einen stumpfen, braun- bis ziegelroten Ton, das sogenannte „Krapprot“.
- Die Bedeutung der Türkischrotfärbung nahm mit der Erfindung und Verbreitung des synthetischen Alizarins sukzessive ab.
- Wesentlich war der Einsatz von Schaf- oder Kuhmist, ranzigem Öl, sogenanntem Tournant- oder Gallipoliöl und Rinderblut.
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Source summary
WikipediaAls Türkischrotfärbung oder auch Türkisch Rotgarn, Adrianopelrot oder Indischrot wurde im 18. und 19. Jahrhundert eine leuchtend rot gefärbte Baumwolle bezeichnet. Als Farbstoff dienten die getrockneten und gemahlenen Wurzeln des Färberkrapps (botanisch Rubia tinctorum), die einen hohen Anteil des Farbstoffs Alizarin enthalten. Entscheidend für den Farbton war ein aufwändiges Verfahren, das es möglich machte, licht- und waschechte Rotfärbungen der Baumwolle herzustellen. Frühere Verfahren zur Färbung von Schafwolle mit dem Färberkrapp ergaben lediglich einen stumpfen, braun- bis ziegelroten Ton, das sogenannte „Krapprot“. Der Ton variiert je nach Herstellverfahren.
Die Bedeutung der Türkischrotfärbung nahm mit der Erfindung und Verbreitung des synthetischen Alizarins sukzessive ab.
Das ursprüngliche Verfahren bestand aus bis zu zwanzig Einzelschritten, die zum Teil mehrmals wiederholt wurden und mehrere Arbeitstage in Anspruch nahmen. Wesentlich war der Einsatz von Schaf- oder Kuhmist, ranzigem Öl, sogenanntem Tournant- oder Gallipoliöl und Rinderblut. Mit der Zeit fand man heraus, dass einzelne Schritte unnötig waren. 1868 gelang es den Chemikern Carl Graebe und Carl Liebermann von den Farbwerken Hoechst, den Farbstoff für dieses hochstehende Rot synthetisch herzustellen. Der Alizarin benannte Farbstoff verdrängte in kurzer Zeit das alte mühsame Verfahren. Mit der Alizarinsynthese eröffnete sich die Badische Anilin- und Soda-Fabrik (BASF) den Zugang zum Weltmarkt.
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