Tagebuch einer Kammerzofe (1964)
Film von Luis Buñuel (1964)
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Wichtige Erkenntnisse
- Tagebuch einer Kammerzofe ist ein in Frankreich gedrehter Kriminalfilm von Luis Buñuel aus dem Jahr 1964 und basiert auf Octave Mirbeaus gleichnamigem Roman, der bereits 1946 von Jean Renoir verfilmt wurde.
- Als das Dienstmädchen Célestine (Jeanne Moreau) aus Paris in die Normandie zu ihren neuen Herrschaften kommt, treten die versteckten gesellschaftlichen Konflikte zu Tage.
- Die Figuren und die Handlung scheinen auf den ersten Blick geradlinig und durchsichtig, doch im Laufe des Films treten immer mehr Fragezeichen auf.
- Ein Zug fährt durch eine gesichtslose Landschaft.
- Schon der Wechsel in der Geschwindigkeit der Fortbewegungsmittel – von der Eisenbahn zur Pferdekutsche – signalisiert, wie groß die Kluft zwischen der bisherigen Umgebung Célestines, der Großstadt, und dem, was sie erwartet, ist.
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Source summary
WikipediaTagebuch einer Kammerzofe ist ein in Frankreich gedrehter Kriminalfilm von Luis Buñuel aus dem Jahr 1964 und basiert auf Octave Mirbeaus gleichnamigem Roman, der bereits 1946 von Jean Renoir verfilmt wurde. In dieser scharfen Satire auf die verlogene, in ihren reaktionären Traditionen verharrende französische Provinz-Bourgeoisie zwischen den zwei Weltkriegen brandmarkt Buñuel diese Traditionen als Anzeichen des aufkeimenden Faschismus.
Als das Dienstmädchen Célestine (Jeanne Moreau) aus Paris in die Normandie zu ihren neuen Herrschaften kommt, treten die versteckten gesellschaftlichen Konflikte zu Tage. In Tagebuch einer Kammerzofe verzichtet Luis Buñuel weitgehend auf surrealistische Mittel, die bei seinen vorangegangenen Filmen meist eine große Rolle gespielt haben. Die Figuren und die Handlung scheinen auf den ersten Blick geradlinig und durchsichtig, doch im Laufe des Films treten immer mehr Fragezeichen auf.
Der Film spielt im Jahr 1928. Ein Zug fährt durch eine gesichtslose Landschaft. Im Provinzbahnhof angekommen steigt Célestine, ganz Dame aus der Hauptstadt Paris, aus und wird von dem mürrischen Kutscher Joseph zu dem Haus gebracht, in dem sie eine Stelle als Kammerzofe antreten soll. Schon der Wechsel in der Geschwindigkeit der Fortbewegungsmittel – von der Eisenbahn zur Pferdekutsche – signalisiert, wie groß die Kluft zwischen der bisherigen Umgebung Célestines, der Großstadt, und dem, was sie erwartet, ist. Kaum auf dem Herrensitz angekommen, wird sie von Madame Monteil, der Hausherrin, ein- und zurechtgewiesen. Ihre Kleidung und ihr Auftreten seien in dieser Umgebung, die von Traditionen geleitet sei, nicht schicklich. Célestine gibt sich unterwürfig, wie es von ihr erwartet wird, schert sich aber ansonsten wenig um die ihr aufgelegten Beschränkungen.
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