Tarrare
französischer Vielesser
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Wichtige Erkenntnisse
- Tarrare (* um 1772 bei Lyon; † 1798 in Versailles) war ein Mann aus Frankreich, der durch seine ungewöhnlichen Essfähigkeiten bekannt wurde.
- Er verließ sein Elternhaus, das ihn nicht mehr ernähren konnte, als Jugendlicher und kam 1788 nach Paris.
- Zum Vergnügen der Zuschauer verschlang er körbeweise Äpfel, aber auch deutlich weniger genießbare Dinge.
- Dieser rettete sein Eigentum durch die Androhung, dann von seinem Schwert Gebrauch zu machen.
- Beim Ausbruch des Ersten Koalitionskrieges trat er in die Armee ein.
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Source summary
WikipediaTarrare (* um 1772 bei Lyon; † 1798 in Versailles) war ein Mann aus Frankreich, der durch seine ungewöhnlichen Essfähigkeiten bekannt wurde.
Tarrare fiel schon als Kind durch seinen übermäßigen Appetit auf. Er verließ sein Elternhaus, das ihn nicht mehr ernähren konnte, als Jugendlicher und kam 1788 nach Paris. Unterwegs ernährte er sich durch Bettelei und Diebstahl; in der Metropole machte er seine besondere Veranlagung – im Alter von siebzehn Jahren konnte er schon ein Rinderviertel im Laufe von 24 Stunden verzehren – zu seinem Beruf und trat als Esskünstler auf. Zum Vergnügen der Zuschauer verschlang er körbeweise Äpfel, aber auch deutlich weniger genießbare Dinge. Ein akuter Kolikanfall brachte ihn einmal ins Hôtel-Dieu, wo er kuriert wurde und zum Dank gleich die Uhr des behandelnden Arztes, Monsieur Giraud, verzehren wollte. Dieser rettete sein Eigentum durch die Androhung, dann von seinem Schwert Gebrauch zu machen.
In der Zeit der Französischen Revolution schloss Tarrare sich dem Mob an und fand dabei genug zu essen. Beim Ausbruch des Ersten Koalitionskrieges trat er in die Armee ein. Zunächst erhielt er noch von einigen Kameraden deren Essensrationen, doch dies hielt nicht lang an, und schließlich wurde Tarrare halb verhungert in Soultz ins Hospital eingeliefert. Dort traf er wieder auf den Arzt Courville, der ihn schon im Hôtel-Dieu kennengelernt hatte. Courville und der leitende Arzt, Professor Percy, machten Tarrare nun zu ihrem Forschungsobjekt. Obwohl er jeweils vier Essensportionen erhielt, war Tarrare stets auf der Suche nach weiteren essbaren Dingen. Dabei war er nicht wählerisch; er verzehrte auch Hunde, Katzen und andere Tiere, angeblich sogar lebendig. Als man ihm einmal das für etliche deutsche Arbeiter zubereitete Mahl überließ, aß er die für fünfzehn Männer vorbereiteten Portionen mühelos auf.
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