Tribunus voluptatum
spätantiker Amtsträger
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Wichtige Erkenntnisse
- Der tribunus voluptatum („Tribun der Vergnügungen“) war ein spätantiker Amtsträger im Rang eines Offiziers (tribunus) , der die Oberaufsicht über die Schauspiele und Schauspieler hatte.
- Jahrhunderts bis ins 6.
- ostgotischen Städte Rom, Karthago und Mediolanum (Mailand) bezeugt.
- Beginnend mit Tertullians De spectaculis (um 200 n.
- Die fortgesetzte Vehemenz der christlichen Polemik sowie weitere literarische und archäologische Zeugnisse zeigen jedoch, dass sich die Spiele auch in der Spätantike trotz der voranschreitenden Christianisierung des Römischen Reiches weiterhin enormer Beliebtheit erfreuten.
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Source summary
WikipediaDer tribunus voluptatum („Tribun der Vergnügungen“) war ein spätantiker Amtsträger im Rang eines Offiziers (tribunus), der die Oberaufsicht über die Schauspiele und Schauspieler hatte. Das Amt ist vom Anfang des 5. Jahrhunderts bis ins 6. Jahrhundert für die wichtigen weströmischen bzw. ostgotischen Städte Rom, Karthago und Mediolanum (Mailand) bezeugt.
Die römischen spectacula (oft mit „Spielewesen“ übersetzt) umfassten die Zirkusspiele (ludi circenses, vor allem Wagenrennen), die Bühnenschauspiele (ludi scaenici, in der Spätantike vor allem Mimen und Pantomimen) und Arenaschauspiele (munera, einerseits munera gladiatoria, Gladiatorenkämpfe, andererseits venationes, Tierhetzen). Diese spectacula hießen in der Spätantike auch voluptates („Vergnügungen“, „Gelüste“). Beginnend mit Tertullians De spectaculis (um 200 n. Chr.) wurden die Spiele von christlichen Kirchenvätern polemisch kritisiert. Die fortgesetzte Vehemenz der christlichen Polemik sowie weitere literarische und archäologische Zeugnisse zeigen jedoch, dass sich die Spiele auch in der Spätantike trotz der voranschreitenden Christianisierung des Römischen Reiches weiterhin enormer Beliebtheit erfreuten. Besonders die spätantiken Kaiser legten Wert darauf, die voluptates der spätantiken Stadtbevölkerungen zu berücksichtigen, wie etwa aus zahlreichen überlieferten Gesetzen hervorgeht.
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